Hautpilz
Pilzbefall kann viele Ursachen haben. Pilzsporen finden sich praktisch überall. Im Heu, in der Luft, am Futter. Sind die Tiere in einer guten Verfassung, so kommen sie i.d.R. gut mit Pilzsporen klar. Häufig kommt es bei Ortswechseln zu einem Ausbruch von Pilzerkrankungen bei den Tieren. Auch wenn Pilzerkrankungen oft leicht zu behandeln sind, sollten sie nicht leicht genommen werden. Denken Sie auch daran, dass einige Pilzsorten auf den Menschen übertragbar sind.
Bei Chinchillas findet man am am häufigsten den Pilz Trichophyton mentagropphytes. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit den Pilzsporen bzw. durch die schwebeleichten Pilzsporen. Die ersten Anzeichen findet man meist in der Umgebung von Nase, Augen, Maul und Ohren. Die juckenden Hautstellen werden mit den Pfoten bearbeitet und über die Pfoten weiter am Körper verteilt.
Diagnose
Kahle Stellen an der Haut, häufig besonders an Schnauze, Ohren und Nacken. Die Stellen sind anfangs gerötet, später mit Schuppen bedeckt. Sicher kann ein Pilz nur mittels Untersuchung eines Abstriches festgestellt werden. Das Anlegen der Pilzkulturen dauert allerdings bis zu 3 Wochen.
Behandlung
Der schnellste Weg bei leichten Erkrankungen ist der Einsatz eines entsprechenden Zusatzes für das Sandbad. Solche Zusätze bekommt man im Chinchilla- Zubehörhandel (z.B. CFG) oder auch im Zoofachhandel (Zusatz der Firma Bavaria). in dringenden Fällen kann so ein Zusatz auch selbst aus Talkum und Schwefel (50:50) selbst gemischt werden.
Geben Sie etwa einen gehäuften Esslöffel auf eine Schüssel Badesand und mischen Sie den Sand gut durch. Ist ein Tier befallen, so sollte der Zusatz in allen Käfigen verwendet werden. Gibt es größere Stellen am Körper des Chins, so kann das Puder auch direkt aufgetragen werden (nicht in der Nähe von Augen und Nase anwenden).
Wird der Befall auch mit Einsatz des Badezusatzs nicht besser, so sollte in Absprache mit dem Tierarzt auch eine medikamentöse Behandlung vorgenommen werden.